Dreifaltigkeit der Schauspielführung

Drei Punkte für die Regisseure, die mir bei der Vorarbeit aufgefallen sind, sollte man man von einander trennen. Ich habe gesehen, dass durch die Vermischung manchmal Leerläufe entstanden sind.

Schöpferische Dreifaltigkeit in der Schauspielarbeit:

1. intellektuele Ebene – Grosshirn (man redet über Setting, Motivation, man bleibt im Framerahmen, Bewegungsmatrix, Charaktereigenschaften werden festgelegt, Persönliche Erfahrung und (von Prof. Gruber Gelerntes  einbringen)

Das machen Regie +  Schauspieler zusammen

2. emozionale Arbeit. Kleinhirn, Instinkte springen an, Schauspieler versetzt sich in Gefühle –

Das macht der Schauspieler allein mit sich! Wenn er fragt, “warum sollte ich da rüber gehen” müsst Ihr antworten: “das ist Deine Arbeit, die Motivation aus der Figur zu finden”

3. Intuition  – Regisseur wählt aus, was richtig ist. Damit seid Ihr allein, ev. kann Euch der Kameramann helfen, aber eher nicht. Ihr spührt, was richtig ist und wirkt. Dazu muss man natürlich den Jungfräulichen, Naiven, ersten oberflächlichen Blick üben, mit dem auch der Zuschauer das Ganze sieht! Nur die wenigsten Zuschauer sind Filmanalytiker!

Eure Arbeit ist es NUR zwischen Punkt 1 und 2 rumzuspringen. Überlasst 2 die Emozionale Arbeit dem Schauspieler! Fordert sie auf, das zu tun! Sie wollen Euch immer darin verwickeln und ihre Emozionen besprechen! Lasst Euch darauf nicht ein, nur wenn Ihre Emotionen ihr Geheimnis bleiben, können die Figuren lebendig werden und bleiben kein Papier!

Verzeiht, dass ich über meine Kompetenzen hinaus rede, meine Erfahrung kommt wirklich aus der Praxis mit grossartigen und mittelmässigen Schauspielrn und Regisseuren.