lesson 003 – short history of Cinematography German

Cinematografie im Wandel der Zeit
Der Kamerad
 
Die meisten von den Bewerbern und Studenten wissen nicht, was eigentlich die Aufgabenbereiche der Kameraarbeit sind, Das ist gar nicht verwunderlich, denn es wissen die meisten Akademiemitglieder nicht, wie Kameraoskars der letzetn Jahre zeigen. Deshalb möchte ich eine kurze Geschichte des Kameramann Frau Tätigkeit darstellen.
 
Anfänge
 
 
Ein guter Kinematograf is einer, der gleichmässig kurbeln kann
 
 
 
Kameras wurden schwerer
 
 
 
Tonfilm macht schwere Kameragehäuse notwendig
 
 
Flackschützen wurden Operatoren
 
 
 
 
Steuerrad einer Flak Steuerrad eines FIlmschwenkkopfs (Gear Head)
 
 
 
 
 
Arriblimp,
ein Metallgehäuse dient zum Schallschutz, damit man während der Aufnahme Ton aufzeichen kann
 
 
Die Befreiung der Kamera
 
Eclair baut die erste leichte 16mm Kamera
Nouvell Wague befreit das Kino vom Studio und macht Handkamera zum Gestaltungsmittel.
 
 
 
 
 
Früher unzugängliche Orte können mit der Kamera begangen werden und der Zuschauer lernt neue Perspektiven
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Neue Mobiltät, die Handkamera und fahrende Kamera wird zum Stilmittel des Europäischen Kinos.
 
 
 
 
 
 
Parallel dazu betreibt Hollywood Materialschlachten mit schwerem Gerät. Die Organisation des Drehs ist mit militärischen Hierarcheistrukturen durchsetzt. Departments gleichen Militärischen Schlachteinheiten.
 
 
 
Der Photografische Director, wie unser Beruf im Anglesäxischen Raum bezeichnet wird, beschäftigt sich ausschliesslich mit der Lichtgestaltung und dem Entwurf der Kamerabewegungen. Die Kamera selbst wird von einem 6-10 köpfigen Stab ausgeführt. Der Schwenker (Operator) ist an der Spitze. Gewerkschaften verhindern, dass Produzenten die Filmarbeiter ausbeuten. Auf der anderen Siete werden die Filmteams immer grösser, weil es für jeden Handgriff eine Fachkraft gibt.
Die Techniker (Technikolor, Cinemascope etc.) schränken die ästhetische Entwicklung durch Strenge Regeln stark ein. Die Gestaltung der Filme wurde normiert und austauschbar.
 
Europäisches Kino beienflusst immer wieder das US Kino durch seine unabhängige Zugangsart. Holly wood bedient sich immer mehr in der Ideenwerkstatt Europas. 70ger Jahre sind die Hochblüte des Europ.Kinos. Kameraarbeit wurde ein Wagnis, Gesetze zu brechen. Unterbelichtungen, Überbelichtungen bewirken starke visuelle Effekte, die im Kommerzkino der Filmindustrie bisher nicht zugelassen waren, da nicht professionell.
 
Das Autorenkino erobert auch die US Filmindustrie (Hitchckock, Wilder, Scorsese, CohenBrothers, etc.)
 
Die Verneinung der Technik bzw deren Überwindung kommt wieder aus Europa mit DOGMA.
 
 
 
Noch kleinere (vorallem Video) Kameras machen es möglich, das Kino zu demokratisieren, und für untere Klassen der Filmischen Gemeinschaft zugänglich. Während die Holywood Aristokraten mit noch grösseren Werbebudgets und noch teureren Stars den Markt überfluten. Auch ursprünglich unabhängige Festivals werden korrumpiert und von den Studios vereinnahmt. Siehe Sundance. Tribecca et. War es früher schwierig überhaupt einen FIlm herzustellen, ist es nunmehr schwiereiger unter Tausenden von Einreichern das Licht der wichtigen Festivals zu erblicken. Das Machen des FIlms wurde zum Allgemeingut, als Gegenzug verlangen die Distributoren immer mehr teure Stars, um überhaupt in Erwägung zu nehmen, einen Film in den Verleih aufzunehmen. Wenn man mit einer Filmidee zum US Produzenten kommt, ist die erste und wichtigste Frage: “Who is in it?” Nicht etwa worum geht es , oder was ist die Aussage des FIlms.
 
 
Die Qualität des Kameramanns beschränkt scih auf das unauffällige Beleuchten der Stars, ohne ihnen Charakter zu geben das zur Folge haben könnte, sie mit Licht und Schatten zu verunstalten und ihren Millionenwert zu schmählern. Im Gegeteil, wer Operationsnarben von vorangegangenen Schönheitsoperation besser vertuschen kann, macht als Kameramensch das Rennen. Das teure Set muss gesehen werden, sei es in der Nacht oder am hellichten Tag, denn das bringt “Production Value” Der Produzent will sehen, wo sein Geld steckt. Die Folge sind persönlichkeitslose Cinematografien von austauschbarer Qualität.
 
 
Die Einführung der Computer Technik in die Kinoindustrie war die letzte Herausforderung an den Kameraberuf. Der Kameramansch macht nicht mehr nur das Licht und den Bildrahmen um das Gefilmte, er muss auch die zu filmende Welt in einen Virtuellen Raum als Vorstellung setzen und visualisieren. Die eigentliche Filmarbeit wird somit auf Filmen vor grünnen Wänden reduziert. Die Kameraarbeit wird somit degradiert, wenn Computerleute und Techniker die Oberhand bekommen. Die Gestaltungshoheit muss neu erkämft werden, denn neue Gestalungsberufe haben sich eingeschlichen und versuchen die Visulle Gestaltung des Film an sich zu reissen. Etwa VFX Künstler die auch dem Production Designer ans Bein pinkeln. Das Visuelle Gestaltungsdreieck Kamera – VFX – Production Design muss ein neues Gleichgewicht finden. Regie spielt bei dieser Neuordnung nur eine untergeordnete Rolle, denn es bleibt im Idealfall immer noch die oberste Gestaltungsinstanz. Lediglich die Entscheidungsketten werden immer länger und komplexer. Ich würde an dieser Stelle die Berufsbezeichnung verändern vom “Kameramann” oder “Director of Photography” zum “Visual Director” oder “Visual Supervisor” Der letztere Begriff ist schon klammheimlich von den Computermenschen vereinnahmt worden. Mehr oder weniger deshalb, weil sich die klassischen Kameramenschen auf ihre alte Aufgabe zurückziehen und keine Lust haben, sich Datenverarbeitungsmässig weiter zu bilden. Der Datenkameramann hat schon längst die Oskarvergabe erobert, seit 200? der Kameraoskar an AVATAR gegangen ist. Auch die Akademiemitglieder wissen nämlich nicht, was Kameraarbeit eigentlich ist. In Ihren Augen und auch in meinen ist es das Aussehen des FIlms und die Visuelle Welt, in der ein Film sich präsentiert.
 
 
10 Sünden einer Kameraperson
 
1. Bilder statt Weltgestaltung
2. zu viel oder falscher Aufwand
3. Flaches Licht oder ungestaltetes Licht
4. Handkamera als Notlösung statt als Gestaltungsmittel
5. Beliebige Auflösung – gleiche oder beliebige Grössenausschnitte
6. monotoner Rhythmus – unschneidbare Einstellungen
7. Zufälligkeit wird als Authentizität missverstanden
8. Kamerabewegung als Selbstzweck ohne Motivation
9. Angst vor Totalen – falsche Einschätzung der Leinwandgrösse
10. Schauspieldarstellung nicht entsprechend eingefangen